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Tianqing Ni, Qinghui Duanni und Qinghui Ni - eine rare Tonart von Yixing Zisha Tradition

Im Folgenden stellen wir drei Tonarten von Yixing Zisha vor, deren Einordnung oft für Verwirrung sorgt: Qinghui, Tianqing und Qinghui Duanni.

青灰泥 Qinghui Ni ist eine seltene Art Zini-Ton aus Yi-Xing. Er war sehr populär zum Ende der Ming Dynastie im 17. Jh, heute ist er rar. Der Name dieses Tons kommt von “Haifisch”, denn seine Oberfläche weist eine körnige Struktur auf. Der Ton wird sehr geschätzt.

Wie man diese Tonart richtig kategorisiert, ist umstritten. Meistens ordnet man diesen Ton als Zini ein. Er ist sehr eisenhaltig, weshalb der Brennvorgang bei hohen Temperaturen recht problematisch wird. Für die Gestaltung ist dieser sandige Ton jedoch wunderbar für Kannenformen mit minimalistischen Linien und klarem Körper geeignet. Die Schrumpfungsrate liegt zwischen 8 % und 10 % und ist damit recht gut zu handhaben. Unter 1200 Grad ist die Farbe eher purpurfarben, über 1220 Grad tendiert sie eher zu einem grünlichen Grau.

 

Auf dem Markt ist eine authentische Kanne aus Qinghui Ni (Zini) selten zu finden. Meistens handelt es sich um eine Mischung aus Duanni und Zini oder um Kannen, die durch andere Verfahren imitiert wurden. Es wird oft gesagt, dass sich dieser Ton besonders gut eignet, um den Charakter von Pu-Erh-Tee zur Geltung zu bringen. 

Andererseits gibt es Qinghui Duanni, eine Tonsorte, deren Minen gleichzeitig Zini und Duanni enthalten. Dieser Ton ist ebenfalls eisenhaltig, aber schwer zu verarbeiten, da er sehr körnig ist. Dies erfordert große handwerkliche Fähigkeiten des Kannenmeisters. Die Beschaffenheit dieses Tons unterstreicht klassische Kannenformen und stabile Körper. Der hohe Temperaturbereich (1200 bis 1230 Grad) erschwert jedoch den erfolgreichen Brand. Kannen aus diesem Material eignen sich hervorragend für duftende Teesorten. Die Ziehzeit variiert je nach Temperatur; bei hohen Temperaturen kann sie sich verkürzen.

 

天青泥 Tianqing Ni war populär in der Qing Dynastie vom 17 bis 19. Jh und weist ebenfalls diesen körnigen Charakter auf der Oberfläche auf. Es klebt weniger gut und ist schwer zu gestalten: Kein einfaches Material für den Gestalter. Die Brenntemperatur ist höher als für andere Tonarten. Die Kanne aus Tianqing Ni ist wunderbar für duftenden Tee. 
1953 kam es zu einem Mineneinsturz, weshalb die Ausgrabung nicht weiter fortgesetzt werden kann. Deshalb sind Tianqing Ni-Kannen sehr begehrt bei Liebhaber:innen. 

Mich interessiert eigentlich der Marktwert der Tonart nicht. Mich interessiert, ob der Tee in dieser Kanne gut schmeckt. Ich bereitete den Hong Erduo Gushu Puer 2024 auf, der mich in diesen sehr fordernden Periode unterstützt. Einmal meinte ein Besucher: „Wow, der Tee – so süss! Bei mir kam er nicht so raus! Ich mere es zum ersten Mal so deutlich.“ Genau so erging es auch mir! Diese Tianqing Ni-Kanne hat mir ein neues Fenster zum Tee eröffnet!

Diese besondere Tonart bekommt im Gasofen eine blau-graue Färbung, während sie im elektrischen Ofen braun-rötlich aussehen kann! Dieses Potential schenkt dem Künstler oder der Künstlerin erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten!